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Der neue Krimi von Benjamin Stückelberger ist da

Vor fast genau einem Jahr ist Benjamin Stückelbergers erster Krimi um Pfarrer Roger Gabathuler erschienen: Der ehemalige Kantonspolizist wurde in seinem neuen kirchlichen Leben von seiner Vergangenheit eingeholt. Im zweiten Band hat Gabathuler weiter mit der Russenmafia zu tun.

«Auf der Kanzel» hiess das erste Buch um den Winterthurer Pfarrer Gabathuler. Ein ganz bewusst zweideutiger Titel, kann die Kanzel doch als erhöhter Ort in der Kirche oder als Hochsitz eines Jägers im Wald verstanden werden.

Gabathuler war tatsächlich nicht nur als Pfarrer aktiv, sondern auch als Jäger – und dabei hatte er kein Reh vor der Mündung des Gewehrs. Doch obwohl er mit seinem Schuss dafür gesorgt hatte, dass «das Böse» bekämpft wurde, lässt ihm die Russenmafia auch weiterhin keine Ruhe.

Band 1 endete mit einem Cliffhanger

Dass es eine Fortsetzung des ersten Krimis geben würde, war Benjamin Stückelberger und seinem Verlag, dem renommierten Zürcher Atlantis Verlag, von Anfang an klar, und so liess der Meilemer Band 1 mit einem veritablen Cliffhanger enden.

Für den zweiten Band hatte er neben dem Handlungsgerüst eine Szene vor Augen, die er unbedingt in die Story einflechten wollte: «Ich wollte, dass man in der Asche einer kremierten Person ein Projektil finden würde.» Und so ist es nun auch: Pfarrer Gabathuler staunt nicht schlecht, als er den Krematoriums-Beamten unter den Trauergästen einer Verstorbenen entdeckt. Normalerweise nimmt der Mann nicht am Gottesdienst teil. Doch nun muss er mit dem Pfarrer sprechen, denn er hat etwas Ungewöhnliches in der Asche der Toten entdeckt…

Der Kampf mit der Vergangenheit

Nach und nach kann Pfarrer-Ermittler Gabathuler enthüllen, welche Rolle die russische Mafia beim Tod der Frau spielte. Dazu bedient er sich unkonventioneller Methoden. So bucht er etwa eine der Escortdamen der Russenmafia.

Neben der Action kommt auch Gabathulers Kampf mit seiner Vergangenheit nicht zu kurz. «Gabathuler möchte eigentlich nicht mehr Polizist sein und leidet darunter, dass er immer noch kein ‘normaler’ Pfarrer sein kann», schildert Benjamin Stückelberger. Zwar ist Barbara, die Gabathuler noch von der Polizeischule her kennt, bei ihm eingezogen, aber dieses Zusammenleben ist nicht einfach und birgt neue Komplikationen. Dazu kommen die Herausforderung des Lebens als Pfarrer, von der Vorbereitung der Predigten bis zu ermüdenden Sitzungen mit der Kirchenpflege. Gabathulers Kreativität ist wieder gefordert!

Mehr Routine und mehr Druck beim Schreiben

Benjamin Stückelberger, den viele Meilemer auch als Organisator der Jazznächte oder aus seiner inzwischen länger zurückliegenden Zeit als reformierter Pfarrer in Meilen kennen, hat schon zum Zeitpunkt des Erscheinens des ersten Gabathuler-Bandes im letzten Herbst an der Fortsetzung geschrieben. Aktuell ist bereits Band 3 zu einem guten Teil fertig, dieser wird im kommenden Jahr im Herbst erscheinen.

Was ist heute anders im Vergleich zu den Anfängen? «Ich arbeite routinierter, fühle aber auch mehr Druck», sagt Benjamin Stückelberger: «Ich weiss nun, dass ich nicht schreiben darf, sondern schreiben muss: Es gibt eine Verpflichtung und einen Abgabetermin.» Gleichzeitig sei aber die Schreiblust noch grösser, «weil ich weiss: Das wird publiziert!» Gefreut haben ihn auch die Lesungen, die er halten durfte und die vielen schönen Feedbacks auf das erste Buch.

Buch-Vernissage in Meilen

Benjamin Stückelberger liest übermorgen Sonntag, 29. Oktober aus «Asche zu Asche» im Rahmen der Veranstaltung «Zürich liest» im Krimitram. Abfahrt ist um 12 Uhr am Bellevue. Tickets und weitere Infos online: www.zuerich-liest.ch, Link «Programm», Suche: «Asche zu Asche».

Buch-Vernissage von «Asche zu Asche, Ein Fall für Pfarrer Gabathuler» mit Apéro ist am Mittwoch, 15. November um 19 Uhr im Gewölbekeller des «Löwen». Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, es ist keine Anmeldung erforderlich.

Benjamin Stückelberger: Asche zu Asche, Atlantis Verlag, Zürich. Fr. 23.90, auch als E-Book erhältlich.

www.atlantisliteratur.ch

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